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Gnade für die Woche 5/09: Sehen und erkennen

Joh. 9,35-41: "Jesus hörte, dass sie ihn hinausgeworfen hatten; und als er ihn fand, sprach er: Glaubst du an den Sohn des Menschen? Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, dass ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. Er aber sprach: Ich glaube, Herr. Und er warf sich vor ihm nieder. Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden. Einige von den Pharisäern, die bei ihm waren, hörten dies und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind? Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde. Nun aber sagt ihr: Wir sehen. Daher bleibt eure Sünde."    (Elberfelder)

Was hinderte die Pharisäer daran, nicht nur zu sehen, was im Wort Gottes geschrieben stand und wer da vor ihnen stand, sondern auch zu erkennen, wer Jesus war und welche Bedeutung er für ihr eigenes Leben hatte? Die Antwort des ehemals Blinden macht es klar: „... damit ich an ihn glaube“. Er wollte glauben. Er kam mit einer offenen und demütigen Einstellung zu Jesus. Ohne Vorbehalte warf er sich vor ihm nieder.

Die Pharisäer dagegen hatten sich ihre Meinung schon gebildet. Deshalb hatten sie ja den geheilten Blinden wütend hinausgeworfen. Sie waren stolz auf ihre Erkenntnis. Ihrer Meinung nach sahen sie glasklar, wie der Messias sein würde und was erforderlich war, um von Gott angenommen zu werden. Deshalb überstieg es völlig ihr Denken, dass Jesus einen Mann von der Straße als sehend und frei von Sünden nannte, sie aber als blind und sündhaft.

Auch Christen stehen immer wieder in der Gefahr, Sünde in erster Linie beim anderen zu sehen. Bei dem ist es ja offensichtlich, wohingegen sie selbst treue Nachfolger Jesus sind. Diese Sicht der Nachfolge nennt Jesus „blind werden“, blind für das gnädige Wirken Gottes und blind für die eigene Unfähigkeit und Sünde. Der Blinde musste von Jesus sehend gemacht werden. Genauso sind auch wir davon abhängig, dass der Herr uns immer wieder die Augen öffnet, damit wir im Glauben Schritte nach vorn setzen können.

 
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Unser Gottesdienst findet
JEDEN Samstag
um: 18 Uhr
in LINZ-DORNACH
Johann-Willhelm-Kleinstr. 8
4040 Linz
(Evangelische Versöhnungskirche, nähe Universität, Anfahrt) statt.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie an:
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+43-(0)660-1266293



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